A Baby is born – mein Buch ist erschienen

Ich hab län­ger kei­nen Blog­bei­trag ge­schrie­ben. Warum? Es war zu viel los. Aber dies­mal waren es nicht Ärz­te­ma­ra­thons oder Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te, son­dern was Gutes. Was rich­tig Gutes! Ich habe näm­lich ein Buch ge­schrie­ben. Und das ist An­fang Ok­to­ber end­lich er­schie­nen.

Ein Buch? Wie kommt man denn dazu? Ich hab immer schon gern ge­le­sen und ge­schrie­ben, nicht zu­letzt die­sen Blog hier. Und ganz tief im Hin­ter­kopf hatte ich glau­be ich auch schon immer den Wunsch, ein­mal ein Buch zu schrei­ben. Aber wor­über bloß? Und wie geht das denn? Da brauch ich ja einen Ver­lag… Und kann ich das über­haupt? Ich hätte im Traum nicht daran ge­dacht, dass diese Sehn­sucht ein­mal Wirk­lich­keit wird.

Und dann ist das Buch zu mir ge­kom­men.

Ende 2018, als ich noch Ob­frau der EVA – En­do­me­trio­se Ver­ei­ni­gung Aus­tria war, kam ein Mail vom Maud­rich-Ver­lag zu uns ins Büro. Man wolle eine Buch­rei­he über schul­me­di­zi­nisch schwer be­han­del­ba­re Krank­hei­ten her­aus­ge­ben und je­weils den ganz­heit­li­chen As­pekt be­leuch­ten. Und En­do­me­trio­se solle eines der The­men sein. Ob wir je­mand wüss­ten, der das schrei­ben könne.

Da hab ich mich ein­fach ganz spon­tan und frech ge­mel­det. Ich hab einer Lek­to­rin bei einem Ter­min über meine Ideen er­zählt, und schon hatte ich einen Buch­ver­trag in der Ta­sche. Ge­schrie­ben war das Buch nicht so schnell, denn wie die meis­ten von euch wis­sen, waren die letz­ten zwei Jahre ge­sund­heit­lich nicht die ein­fachs­ten für mich. Oft hatte ich keine Kraft, Worte zu fin­den, die an­de­ren hel­fen soll­ten.

Nach über einem Jahr habe ich es aber ge­schafft, ein Ma­nu­skript ab­zu­ge­ben. Und die letz­ten Mo­na­te waren ge­prägt von Dis­kus­sio­nen, Über­ar­bei­tun­gen, Co­ver­ge­stal­tung, Fo­to­shoo­tings, In­nen­sei­ten-Lay­ou­ting, Kor­rek­tur­le­sen, Ban­gen und War­ten. Und dann war es im Sep­tem­ber end­lich so­weit. Ich hab ein ge­druck­tes Buch – mein Buch, das ich ge­schrie­ben habe – in Hän­den ge­hal­ten.

Spre­ad the word!

Nach­dem mir Freun­din­nen und meine Frau zu­ge­re­det haben, hab ich zum Be­kannt­ma­chen des Bu­ches die klei­ne aber feine PR- und In­flu­en­zer-Re­la­ti­ons Agen­tur WON­DER WE WANT be­auf­tragt. Ich muss dafür zwar ein biss­chen Geld in die Hand neh­men, aber der Auf­wand hat sich jetzt schon ge­lohnt. Nach zwei Wo­chen sind be­reits meh­re­re Ar­ti­kel in Zeit­schrif­ten er­schie­nen und ei­ni­ge der größ­ten In­flu­en­ce­rin­nen des Lan­des haben auf Ins­ta­gram über mein Buch be­rich­tet. Und ich hoffe, das geht noch ein biss­chen so wei­ter.

Ob­wohl so viel Auf­merk­sam­keit für meine Per­son zwar auch schmei­chel­haft ist, geht es mir dabei aber nicht um Ei­tel­keit. Ich rühre des­halb so die Wer­be­trom­mel für mein Buch, weil En­do­me­trio­se ein so wich­ti­ges Thema ist. Es be­trifft jede zehn­te Frau, und viele die­ser Frau­en lei­den enorm unter den Be­schwer­den und der Dia­gno­se.

Ich kann das nach­füh­len, weil En­do­me­trio­se auch für mich eine große Her­aus­for­de­rung war. Ich möch­te dazu bei­tra­gen, dass Frau­en mit star­ken Re­gel­schmer­zen nicht als weh­lei­dig hin­ge­stellt wer­den, son­dern dass allen Men­schen be­wusst wird, dass es eine erns­te Krank­heit gibt, die der Grund für die­ses Lei­den sein kann.

Und dann noch die Ganz­heit.

Aber fast noch wich­ti­ger ist mir, den Be­trof­fe­nen Mut zu ma­chen. En­do­me­trio­se ver­dammt einen nicht zu einem Leben mit Schmer­zen, Ne­ben­wir­kun­gen von Hor­mo­nen, stän­di­gen Ope­ra­tio­nen und Kin­der­lo­sig­keit. En­do­me­trio­se kann ein Weck­ruf sein und ein Start in ein neues, bes­se­res Leben.

Denn wenn man die Dia­gno­se nicht als Hi­obs­bot­schaft ver­steht, son­dern als Hin­weis und Hil­fe­stel­lung des Kör­pers, dann kön­nen schö­ne Ver­än­de­run­gen be­gin­nen. Ver­än­de­run­gen in ein selbst­be­stimm­te­res, schö­ne­res, er­füll­te­res und glück­li­che­res Leben. Des­we­gen heißt es auch in mei­nem Buch: „Ich bin heute da, wo ich bin, nicht ob­wohl ich En­do­me­trio­se hatte – ich bin da, wo ich bin, weil ich En­do­me­trio­se hatte. Und dafür bin ich un­end­lich dank­bar.“

Das schöns­te al­ler­dings an dem Buch ist: Jede Frau kann davon pro­fi­tie­ren! Alle In­spi­ra­tio­nen, Ström-Grif­fe, Yoga-Posen, Re­zep­te und Tipps sind nicht nur bei En­do­me­trio­se hilf­rei­chen, son­dern kön­nen allen Frau­en mit Zy­klus­pro­ble­men oder Re­gel­be­schwer­den hel­fen.

En­do­me­trio­se – Ein Selbst­hil­fe­buch   //   LE­SE­PRO­BE
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